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Gar mancher hat noch niemals eine gut geformte Schrift wahrgenommen. Jan Tschichold
Die Gestaltung eines Schriftsatzes, die Typographie, richtete sich seit der Erfindung des Buchdruckes nach dem jeweiligen Zeitgeist. Die Überschwenglichkeit des Barock, spiegelte sich ebenso in den verwendeten Schriftarten wider, wie die Besinnung auf das Einfache im Klassizismus. Mit den sich entwickelnden Möglichkeiten des Desktop Publishing, und vor allem mit der raschen Verbreitung des Computers, wurde es praktisch für jeden Anwender möglich, sich im Bereich der Typographie zu erproben.
Heute sind Einstellung zu Design und vor allem Typographie lockerer geworden. Das reine Vorhandensein der technischen Möglichkeiten innerhalb von Publishing-Systemen ist jedoch keine Garantie für eine gute und professionelle Gestaltung. Das Design wirklich guter Typographie setzt Wissen und vor allem Erfahrung voraus.
Typographie ist Handwerk. Gute Typographie ist also etwas, was man lernen kann. Es gibt Regeln, die man befolgen kann. Diese Regeln sind klar und eindeutig. Natürlich sollte man nicht nur die Regeln kennen, sondern auch die Gründe für diese Regeln. Denn dann ist man auch in der Lage, von Fall zu Fall zu entscheiden, ob die Anwendung der Regel Sinn macht. Die meisten Regeln machen übrigens Sinn, aber hin und wieder gibt es dann doch gute Gründe, sie über den Haufen zu werfen oder sich neue Regeln zu überlegen. Sowohl unsere Kultur als auch die Medientechnik ändern sich. Da ist es irgendwie klar, dass die Regeln nicht die selben bleiben können.
Auf den nächsten Seiten finden Sie alles zum Thema Typographie. Es soll gleichzeitig informativ als auch inspirierend sein. Vielleicht beschäftigt sich der eine oder andere von Ihnen nicht nur mit der Gestaltung eines Dokuments oder dem Entwurf eines Logos, sondern läßt sich näher auf die Thematik der Typographie ein.
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