Schriftattribute

 Die verschiedenen Schriftattribute

Nicht selten ist es nötig, Wörter oder Passagen in einem Text hervorzuheben, damit Sie dem Betrachter auffallen. Diese Hervorhebungen, von Fachleuten als „Auszeichnung“ bezeichnet, sollten mit Bedacht eingesetzt werden, da zuviel davon die Lesbarkeit des Textes verschlechtert. Die meist geeignetste Auszeichnung ist die kursive. Das Wort kommt vom lateinischen „currere“ (= laufen), weil sie ( wie ein Läufer) ein wenig nach vorn geneigt ist.  Der kursive Schriftschnitt ist deshalb oft gut geeignet, weil er sich zwar gegenüber dem normalen Schnitt abhebt, das Auge des Betrachters beim Lesen aber nicht irritiert wird.
 
Das ist schon eher bei der Auszeichnung Fett der Fall. Ein fettes Wort fällt viel mehr auf, stört aber dementsprechend mehr den Lesefluß. Noch seltener ist die Kombination von beiden Schnitten. Wenn Sie sich die nebenstehenden Schriften anschauen, so werden Sie sehen, daß der kursive Schriftschnitt keineswegs nur einfach ein schräggestellter ist, sondern eine in vielen Zeichen sehr eigenständige Schrift. Auch im fetten Schriftschnitt sind die Linien nicht einfach nur insgesamt dicker, sondern die Zeichen sind kunstvoll bearbeitet, so daß sie massiver wirken und dennoch gut lesbar sind.

Häufig gebraucht wird auch die Schriftauszeichnung durch Versalien. Bei Buchstaben, die GROSSGESCHRIEBENEN sind, heißt es auch, der Text sei „in Versalien“ oder „versal“ gesetzt (Faustregel: ß immer durch SS ersetzen!). Eine elegante Alternative zur Kursiven hingegen sind die Kapitälchen. Dabei werden die Kleinbuchstaben als verkleinerte Grossbuchstaben gedruckt (Großbuchstaben wurden früher auch als „Kapitale“ bezeichnet, daher das Wort).

Darüber hinaus gibt es noch weitere Auszeichnungen. Von handschriftlichen Gepflogenheiten her bekannt ist das Unterstreichen. Davon sollte Sie aber tunlichst Abstand nehmen, zu sehr wird der Anblick eines Textes dadurch gestört. Nicht ungefährlich und im Zweifelsfalle zu unterlassen ist auch das Sperren von Wörtern, also das Vergrößern der Buchstabenabstände. Diese Verfahren stammt aus der Zeit der Bleilettern im Buchdruck und wurde beim Einsatz der Schreibmaschine gebraucht, im Publishing und in der modernen Textverarbeitung ist dieses Verfahren jedoch praktisch unnötig, weil es, wie oben beschrieben, sinnvollere Alternativen gibt.
 

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